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Die Expo 2025 Osaka öffnete am 13. April 2025 ihre Tore – und mit ihr der Deutsche Pavillon, der sich als Innovationsplattform und Botschafter für die Kreislaufwirtschaft positioniert. Deutschland zeigt mit „Wa! Germany“ konkrete Wege zu einer zirkulären und nachhaltigen Zukunft und schafft Raum für den globalen Dialog zu einer der drängendsten Fragen unserer Zeit. Auftraggeber und verantwortlich für den Deutschen Pavillon ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
EXPO 2025 OSAKA: EIN GLOBALES FORUM FÜR ZUKUNFTSLÖSUNGEN
Vom 13. April bis zum 13. Oktober 2025 findet die Expo 2025 in Osaka statt. Unter dem Motto „Designing Future Society for Our Lives“ soll die Weltausstellung auf der Insel Yumeshima ein weltweites Forum für neue Lösungen und Technologien sein. In einer ringförmig gestalteten Ausstellungsfläche mit dezentral platzierten Pavillons wird „Einheit in Vielfalt“ erlebbar – rund 160 Länder und 25 internationale Organisationen sind vertreten.
Ziel der Expo ist es, konkrete Beiträge für die nachhaltige Gestaltung zukünftiger Gesellschaften zu leisten. Der Fokus liegt auf gesellschaftlichem Zusammenhalt, technologischen Innovationen und auf dem Austausch von Wissen und Ideen. Neben den fachlichen Inhalten bietet die Expo den Besucherinnen und Besuchern auch ein umfangreiches Kultur- und Unterhaltungsprogramm.
DER DEUTSCHE PAVILLON: EIN SYMBOL FÜR KREISLAUFWIRTSCHAFT
Deutschland widmet seinen Beitrag zur Expo dem Thema Kreislaufwirtschaft – einem zentralen Anliegen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und zukunftsfähigen Gesellschaft. „Wa! Germany“ lautet das Leitmotiv des Deutschen Pavillons. „Wa!“ vereint im Japanischen die Begriffe Harmonie, Kreis und den freudigen Ausruf „Wow“. Hinter dem Konzept für den Pavillon steht die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Pavillon Expo 2025 Osaka, in der die Partner gemeinsam mit dem BMWK zusammenarbeiten.
Der Deutsche Pavillon verfolgt mit dem Thema Zirkularität mehrere strategische Ziele: Im Zentrum steht die Vision einer Circular Economy, die Ressourcen effizient nutzt, Stoffkreisläufe schließt und Abfall vermeidet („Zero Waste“), indem sämtliche Verbrauchsmaterialien wieder in den Kreislauf eingespeist werden und der Ressourcenverbrauch minimiert wird. Durch die Fokussierung auf innovative Lösungsansätze im Bereich der zirkulären Wirtschaft möchte Deutschland sich als führende Industrienation positionieren. Die Präsentation von Best-Practice-Beispielen, Technologien und Konzepten rund um die Kreislaufwirtschaft soll nicht nur informieren, sondern auch andere Länder und Besucherinnen und Besucher zur Umsetzung ähnlicher Ansätze inspirieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bewusstseinsbildung. Durch interaktive Ausstellungen und informatives Design soll das Verständnis für die Bedeutung einer Kreislaufwirtschaft geschärft werden. Ziel ist es, konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen und zu motivieren, aktiv zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft beizutragen.
Der Deutsche Pavillon verbindet bauliche Innovation mit einer starken Botschaft: Nachhaltigkeit beginnt beim Bauen. Sieben zylindrische Holzbauten bilden die architektonische Struktur des Pavillons. Diese dienen als begehbares Exponat für zirkuläres Design und ressourcenschonendes Bauen. Sämtliche Materialien des Gebäudes des Deutschen Pavillons sind wiedereinsatzbar oder recyclebar. So sind zum Beispiel die Balken so bemessen, dass sie nach Ende der Expo wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt und problemlos weitergenutzt werden können.
Die Gestaltung verbindet Natur und Technik, um die Essenz der Kreislaufwirtschaft räumlich erfahrbar zu machen. Dabei spiegeln sich auch die unterschiedlichen Bedeutungen des japanischen Begriffs „Wa!“ (Harmonie – Kreis – Wow!) wider. Der Deutsche Pavillon zeigt auf diese Weise anschaulich, wie zirkuläre Prinzipien in der Architektur und im Städtebau umgesetzt werden können – von der Auswahl der Materialien bis zur späteren Weiternutzung der Bauelemente nach Ende der Expo.
Der Deutsche Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka nutzt die Kraft der immersiven Ausstellungsform, um Besucherinnen und Besucher spielerisch in das Thema Kreislaufwirtschaft einzuführen. Die Ausstellung geht weit über herkömmliche Informationsvermittlung hinaus und setzt auf eine interaktive, erlebenswerte Annäherung an zirkuläre Prinzipien.
Bei einem der Exponate können Besucherinnen und Besucher vor einem interaktiven Spiegel stehen, der es ihnen ermöglicht, virtuell Kleidung aus innovativen, nachhaltigen Stoffen wie unter anderem Hundehaar oder Pilzen anzuprobieren. Diese Exponate kombinieren digitale Technologien und Nachhaltigkeitsbewusstsein auf spielerische Weise. Durch die Darstellung nachhaltiger Materialien in einer alltäglichen, interaktiven Umgebung erfahren die Besuchenden hautnah, wie kreativ und zukunftsorientiert die Kreislaufwirtschaft die Modeindustrie beeinflussen kann.
Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist die Möglichkeit, eine Vision der Stadt der Zukunft mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zu gestalten. Die Besuchenden können gemeinsam ihre Ideen zu einer nachhaltigen Stadt in einer interaktiven, digitalen Simulation einfließen lassen. Dabei entstehen Bilder, die eine utopische Stadtlandschaft darstellen – eine Zukunft, in der alle Aspekte des Lebens in einem zirkulären System integriert sind. Die KI hilft dabei, Visionen zu konkretisieren, und gibt den Besuchenden die Möglichkeit, sich aktiv in die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft einzubringen.
Dieser immersive Ansatz ermöglicht es den Besuchenden, durch Interaktion und kreative Technologien ein tieferes Verständnis für Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, ohne dass es sich wie klassisches Lernen anfühlt. Ziel ist es, auf unterhaltende Art und Weise eine nachhaltige Denkweise zu fördern und zum Handeln anzuregen.
Auf der Kulturbühne bringt der Pavillon Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zusammen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit japanischen Partnerinnen und Partnern. Das Bühnenprogramm umfasst Performances, Workshops und Diskussionsformate, die die Themen Nachhaltigkeit und Zirkularität kulturell aufladen.
Auch kulinarisch schlägt der Pavillon eine Brücke zwischen Deutschland und Japan: Das Restaurant und der Shop setzen Nachhaltigkeit erlebbar um – mit lokalen Produkten aus beiden Ländern, einer modernen Fusionsküche, die klassische deutsche Gerichte neu interpretiert, und einer Auswahl deutscher Biere und Weine. Gastköchinnen und -köche aus Deutschland und Japan bringen ihre Perspektiven ein und zeigen, wie Genuss und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können.
Für alle, die den Pavillon nicht besichtigen können, bietet der spielerische virtuelle Besuch Einblicke und Eindrücke: https://virtual.expo2025germany.de