Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft

Die Aussichten für das zweite Quartal sind verhalten. Die hohe handelspolitische Unsicherheit dämpft weiterhin die konjunkturelle Entwicklung. Trotz einer zwischenzeitlichen Aufhellung verbleibt die Stimmung in den Unternehmen und bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern insgesamt auf niedrigem Niveau. Die Entwicklung der Industrieproduktion dürfte in den kommenden Monaten weiter von den handelspolitischen Unwägbarkeiten geprägt sein.

Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft

Die Exportentwicklung verliert zuletzt an Schwung. Nach den zollpolitisch motivierten Vorzieheffekten in den vergangenen Monaten stagnierten die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen im April nur noch saisonbereinigt mit -0,1 % im Vergleich zum März. Die nominalen Einfuhren expandierten hingegen um deutliche 2,9 %. Damit sank der Handelsüberschuss mit Waren und Dienstleistungen auf 8,7 Mrd. Euro. Eine weitere Abschwächung des deutschen Exportgeschäfts ist in den kommenden Monaten nicht auszuschließen.

Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion

Die Produktion startet gedrosselt in das zweite Quartal. Im Produzierenden Gewerbe ergab sich im April ein preis-, kalender- und saisonbereinigter Rückgang um 1,4 % gegenüber dem Vormonat. Während die Industrie- (-1,9 %) und Energieproduktion (-1,6 %) spürbar zurückgefahren wurde, hat die Ausbringung im Baugewerbe um 1,4 % zugelegt. Angesichts volatiler Exporterwartungen, insgesamt gedämpfter Stimmungsindikatoren und der jüngsten US-Zollerhöhungen dürfte die Industriekonjunktur zunächst noch unter Druck bleiben.

Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt

Die Stagnation am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Erwerbstätigkeit hat im April um lediglich 3.000 Personen gegenüber dem Vormonat zugelegt. Demgegenüber ist die Arbeitslosigkeit im Mai mit einem Plus von 34.000 Personen deutlich stärker als saisonüblich gestiegen. Die Frühindikatoren haben sich im Mai zwar leicht verbessert, deuten jedoch auch für die kommenden Monate noch keine grundlegende Wende auf dem Arbeitsmarkt an.

Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum

Die Einzelhandelsumsätze starten verhalten in das zweite Quartal. Die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz-Handel) sind im April preisbereinigt gegenüber dem Vormonat um 1,1 % gesunken. Trotz der schwachen Arbeitsmarktentwicklung und der andauernden geoökonomischen Unsicherheiten zeigen aktuelle Frühindikatoren überwiegend eine Aufhellung der nach wie vor gedrückten Verbraucherstimmung an.