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Aktuelle Konjunkturindikatoren zeigen noch keine wirtschaftliche Erholung im dritten Quartal. Die ungünstigen außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dämpfen die deutschen Ausfuhren, insbesondere in die USA. Die Industrieproduktion wird von rückläufigen Auslandsaufträgen belastet, wobei ein Teil des Produktionsrückgangs im August auf Sondereffekte im Automobilbereich (späte Werksferien) zurückzuführen ist. Die binnenwirtschaftlichen Bereiche zeigen dagegen Anzeichen einer Stabilisierung, insbesondere im Baugewerbe sowie bei konsum- und unternehmensnahen Dienstleistungen. Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland zu Beginn des zweiten Halbjahres jedoch schwach.
Schwache Auslandsnachfrage dämpft Außenhandel weiter. Im August sind die nominalen Warenausfuhren saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent erneut zurückgegangen. Während in die EU und auch in die USA weniger als im Vormonat geliefert wurde, stützte ein deutliches Plus im Exportgeschäft mit China. Die nominalen Wareneinfuhren gaben saison- und kalenderbereinigt mit -1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat deutlich und auf breiter Front nach. Da sich die Auswirkungen der US-Zollpolitik erst nach und nach in einer geringeren Welthandelsaktivität niederschlagen dürften, ist auch in den kommenden Monaten insgesamt mit einer schwachen Exportentwicklung zu rechnen.
Sondereffekte lassen Industrieproduktion einbrechen. Die Industrieproduktion verzeichnete im August einen deutlichen Einbruch um 5,6 Prozent; insbesondere der Bereich Kfz und Kfz-Teile gaben um 18,5 Prozent deutlich nach, was auf eine späte Lage der Werksferien und Produktionsumstellungen zurückzuführen ist. Dagegen konnte das Baugewerbe einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent verzeichnen. Die zuletzt rückläufigen Auftragseingänge, insbesondere aus dem Ausland, und auch Frühindikatoren deuten am aktuellen Rand auf eine nur schwache Industriekonjunktur im dritten Quartal hin.
Arbeitsmarkt auch im 3. Quartal ohne Schwung. Die Zahl der Arbeitslosen hat im September saisonbereinigt um 14 Tausend Personen zugenommen. Die Erwerbstätigkeit nahm im August um acht Tausend Personen ab, die SV- pflichtige Beschäftigung verzeichnete im Juli hingegen ein leichtes Plus von ebenfalls acht Tausend Personen. Angesichts der zuletzt schwachen wirtschaftlichen Entwicklung und des eher gemischten Bildes der Frühindikatoren zeichnet sich noch keine spürbare Herbstbelebung am Arbeitsmarkt ab.
Konsumzurückhaltung dämpft weiter den Einzelhandel.Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind im August erneut um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Während der Handel mit Lebens- mitteln um 0,2 Prozent leicht im Vergleich zum Vormonat zulegte, gab der Umsatz mit Nicht-Lebensmitteln um 1,4 Prozent nach. Das aktuelle Stimmungsbild deutet insgesamt auf eine eher verhaltene Konsumentwicklung im zweiten Halbjahr 2025 hin. Unsicherheiten in Hinblick auf die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands, die Arbeitsplatzsicherheit und geopolitische Spannungen sorgen für eine anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher.