Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft

Aussichten auf kurzfristige konjunkturelle Belebung gedämpft. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes hat das BIP im ersten Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zugelegt. Mit anhaltendem Konflikt im Nahen Osten sind die Risiken für die weitere Erholung jedoch gestiegen. Unternehmensstimmung und Verbraucherlaune haben sich zuletzt spürbar eingetrübt. Die konjunkturelle Erholung dürfte daher im zweiten Quartal deutlich an Schwung verlieren.

Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft

Exporte im ersten Quartal deutlich im Plus. Die nominalen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen gaben im März zwar nach, lagen im ersten Quartal jedoch mit 2,9 Prozent im Plus. Die Einfuhren legten im März um 1,4 Prozent und im ersten Quartal 2026 um 1,0 Prozent zu. Demnach konnte der Außenhandel zu Jahresbeginn zwar etwas an Fahrt gewinnen, im laufenden Quartal ist jedoch mit einem Dämpfer der Exportentwicklung zu rechnen.

Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion

Industriekonjunktur bleibt schwach. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im März abermals leicht gedrosselt und verringerte sich im ersten Quartal um 1,2 Prozent. Während die Industrieproduktion im März ebenfalls rückläufig war, konnte das Bauhauptgewerbe einen Teil der witterungsbedingten Einbußen des Vormonats wieder aufholen. Trotz zuletzt spürbarer Zuwächse im Ordervolumen könnten gestiegene Energie- und Rohstoffpreise und mögliche Lieferengpässe die Produktion im zweiten Quartal beeinträchtigen.

Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt

Beschäftigungsrückgang beschleunigt sich im ersten Quartal. Die Zahl der Erwerbstätigen ist im März saisonbereinigt weiter gesunken. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelte sich im Februar rückläufig. Gleichzeitig nahm die Arbeitslosigkeit im April leicht zu. Infolge erhöhter Energie- und Rohstoffpreise sowie geringer Arbeitsnachfrage ist eine Belebung des Arbeitsmarktes auch im zweiten Quartal nicht absehbar.

Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum

Konsumstimmung trübt sich weiter ein. Die realen Umsätze im Einzelhandel verzeichneten im März einen weiteren Rückgang. Die PKW-Neuzulassungen von Privatpersonen lagen im April in etwa auf Vormonatsniveau. Preissteigerungen und Einkommensunsicherheit infolge des Nahost-Konflikts dämpfen die Kauflaune der privaten Haushalte. In der Folge gingen die Geschäftserwartungen der Einzelhändler im April weiter zurück.