Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Gesamtwirtschaft

Erneuter BIP-Zuwachs im zweiten Quartal. Die wirtschaftliche Entwicklung erwies sich trotz der Belastungen aus dem Konflikt im Nahen Osten und den deutlich gestiegenen Energiepreisen zuletzt als recht robust. Im zweiten Quartal nahm das BIP real um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Positive Impulse gingen dabei vor allem vom Außenhandel aus. Die binnenwirtschaftliche Nachfrage blieb dagegen angesichts der Kaufkraftverluste und der hohen geopolitischen Unsicherheiten gedämpft.

Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Außenwirtschaft

Erholungskurs im Außenhandel setzt sich fort. Das deutsche Exportgeschäft tendierte im Juni ungeachtet der weiter angespannten geopolitischen Ausgangslage wieder aufwärts. Die nominalen deutschen Warenausfuhren erhöhten sich im Juni spürbar, wobei vor allem die Exporte in EU-Länder kräftig expandierten. Auch die nominalen Wareneinfuhren legten deutlich zu, wobei der Anstieg ebenfalls auf höhere EU-Importe zurückgeht.

Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Produktion

Moderate Erholung im Produzierenden Gewerbe hält an. Wie schon im Vormonat legte im Juni vor allem die Energieerzeugung deutlich zu, während die Industrieproduktion wie auch das Baugewerbe stagnierten. Neben den anhaltenden Unsicherheiten um die weitere Entwicklung im Nahen Osten ist mit den aktuell historischen Niedrigwasserständen auf zentralen Binnenschifffahrtsstraßen in Deutschland eine zusätzliche Herausforderung für die regionale Rohstoff- und Materialversorgung bei Industrieunternehmen entstanden.

Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Arbeitsmarkt

Schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Juli saisonbereinigt leicht um sechstausend Personen zu. Gleichzeitig ging die Erwerbstätigkeit im Juni mit -23 Tausend Personen spürbar zurück. Frühindikatoren deuten bisher keine Verbesserung der Arbeitsmarktperspektiven an. Trotz der im ersten Halbjahr fortgesetzten konjunkturellen Erholung dürfte sich die Lage am Arbeitsmarkt angesichts struktureller Herausforderungen und geopolitischer Unsicherheit in den kommenden Monaten kaum verbessern.

Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum Bild vergrößern: Grafik Konjunkturschlaglicht Privater Konsum

Schwache Konsumentwicklung im Juni. Die realen Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind im Juni gegenüber dem Vormonat gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr stagnierte der Einzelhandel. Wie schon in den Vormonaten erwies sich der (E-)Automarkt als Impulsgeber für die privaten Pkw-Neuzulassungen. Das Stimmungsbild hat sich am aktuellen Rand weiter stabilisiert, bleibt aber insgesamt gedämpft. Angesichts der energiepreisbedingten Kaufkraftverluste und der anhaltenden Arbeitsmarktschwäche zeichnet sich bislang keine Konsumbelebung ab.