Nutzung erneuerbarer Energien im Bereich Wärme und Verkehr
Der Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien lag im Jahr 2025 mit etwa 209,8 TWh recht deutlich über dem Niveau des Vorjahres (197,3 TWh). Ein durch die vergleichsweise kalte Witterung hervorgerufener Zuwachs bei der Biomassenutzung für Heizzwecke (plus 6 Prozent) und eine weiterhin starke Steigerung bei der Nutzung von Wärmepumpen (plus 18 Prozent) sorgten für diese positive Entwicklung. Dem Anstieg der erneuerbaren Wärme steht dabei aber ein wieder gestiegener Einsatz von fossiler Wärme gegenüber. In Summe wuchs der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte auf 19,0 Prozent und damit nur leicht über das Niveau des Vorjahres (18,2 Prozent in 2024).
Der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor lag im Jahr 2025 bei 8,0 Prozent und stieg damit auf einen neuen Höchstwert nachdem er im Jahr 2024 noch bei 7,4 Prozent gelegen hatte. Grund hierfür waren sowohl ein Plus bei der Menge an eingesetzten Bioraftstoffen, besonders aber das starke Wachstum an erneuerbarem Strom in der Elektromobilität. Allerdings wuchs auch im Verkehr der Einsatz fossiler Kraftstoffe im Vergleich zum Vorjahr an.
Durch Erneuerbare Energien vermiedene Treibhausgasemissionen
Durch die Nutzung erneuerbarer Energien konnten nach Berechnungen des Umweltbundesamts im Jahr 2025 rund 265 Millionen Tonnen (Mio. t) Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. Davon entfielen 207 Mio. t CO₂-Äquivalente auf den Strombereich, 43 Mio. t CO₂-Äquivalente auf den Wärme- und 15 Mio. t CO₂-Äquivalente auf den Verkehrsbereich.
Somit trägt der Ausbau erneuerbarer Energien wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele in Deutschland bei. Insgesamt werden in allen Verbrauchssektoren fossile Energieträger zunehmend durch erneuerbare Energien ersetzt und damit dauerhaft Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen vermieden. Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus, dass eine differenzierte Betrachtung verschiedener Technologien und Sektoren sinnvoll und notwendig ist, da sich die spezifischen Vermeidungsfaktoren für die untersuchten Treibhausgase und Luftschadstoffe teilweise erheblich unterscheiden.
Die Berechnungen zur Emissionsvermeidung durch die Nutzung erneuerbarer Energien basieren auf einer Netto-Betrachtung. Dabei werden die durch die Endenergiebereitstellung aus erneuerbaren Energien verursachten Emissionen mit denen verrechnet, die durch die Substitution fossiler Energieträger vermieden werden. Vorgelagerte Prozessketten zur Gewinnung und Bereitstellung der Energieträger sowie für die Herstellung und den Betrieb der Anlagen werden dabei weitestgehend mit einbezogen.
Weitere Informationen zur Methodik und zu den verwendeten Berechnungsgrundlagen finden Sie auf der verlinkten Internetseite des Umweltbundesamts.
Informationsangebote
Einen Überblick über die nationale und internationale Entwicklung der erneuerbaren Energien in seiner Breite bietet die jährlich erscheinende BMWE-Publikation „Erneuerbare Energien in Zahlen (PDF, 14 MB)“.
Detaillierte Informationen der beim Umweltbundesamt angesiedelten Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) zur Entwicklung der erneuerbaren Energien sind mit dem „Monatsbericht zur Entwicklung der erneuerbaren Stromerzeugung und Leistung in Deutschland“ mit aktuellen Zahlen für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr auf den Internetseiten des Umweltbundesamts abrufbar.
Wirtschaftliche Effekte, Arbeitsplätze
Auch im Jahr 2025 waren die erneuerbaren Energien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Die bereits im Jahr 2022 einsetzende deutliche Belebung der Investitionstätigkeit hat sich weiter bestätigt. Im Jahr 2025 wurde mit Investitionen im Wert von 37,6 Mrd. Euro der Höchstwert aus dem Jahr 2023 (38,7 Mrd. Euro) zwar verfehlt, alle weiteren Vorjahre wurden aber teilweise deutlich übertroffen.
Der Ausbau erneuerbarer Energien und der Betrieb von Anlagen im Strom-, Wärme und Verkehrssektor bieten vielen Menschen Arbeit. Handwerk, Bauwirtschaft und Industrie sind dabei die wichtigsten Sektoren. Für 2023 hat eine Studie ergeben, dass mehr als 406.000 Menschen dort arbeiten. Der Zuwachs beträgt gegenüber 2022 fast 7 Prozent und führt zum höchsten Beschäftigungsstand seit 2011. Das zeigt: Die Energiewende sichert und schafft Arbeitsplätze in Deutschland.
Die Zeitreihe der Beschäftigtenzahlen seit dem Jahr 2000 bis 2023 für das Bundesgebiet und nach Energieträgern finden Sie in dieser barrierefreien Datei (PDF, 79 KB).
Wie sich diese Beschäftigung durch erneuerbare Energien auf die Bundesländer verteilt, hat eine Untersuchung im Auftrag des BMWE aus dem Jahr 2023 ermittelt. Zur Studie
Wirschaftliche Impulse durch Erneuerbare Energien
Entwicklung der erneuerbaren Energien ab 1990
Die erneuerbaren Energien in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Säule unserer Energieversorgung entwickelt. Diese Entwicklung wird in den Zeitreihen ab dem Jahr 1990 dargestellt.